Anwalt Senftenberg Vermieter
Anwalt Senftenberg Vermieter
 

News

Keine Mietzahlung wegen Corona?

Am 27.März ist von der Bundesregierung ein umfangreiches Gesetzespaket verabschiedet worden, welches die Folgen der Corona-Krise abfedern soll. Auch für den mietrechtlichen Bereich sind Regelungen getroffen worden. Das Wichtigste zuerst: Die Miete wird nicht erlassen (geschenkt). Es wurde nur ein Kündigungsschutz eingeführt für den Fall, dass der Mieter die Miete ab April 2020 bis (vorerst) Juni 2020 nicht zahlen kann.

Normalerweise kann ein Vermieter dem Mieter kündigen, wenn dieser die Miete nicht zahlt. Geregelt wurde nun, dass wegen Mietschulden für die Monate  April 2020 bis (vorerst) Juni 2020,   der Vermieter nicht kündigen darf. Das gilt aber nur, wenn die Nichtzahlung der Miete auf die Corona-Krise zurückzuführen ist. Wenn ein Mieter die Miete wegen der Corona-Krise nicht zahlen kann, muss er das schriftlich dem Vermieter mitteilen und auch nachweisen, dass ihm dies wegen der Corona-Krise nicht möglich ist (Bsp. Nachweis Kurzarbeit, Antrag staatliche Hilfen, u.ä.).

Die nicht gezahlten Mieten für die Monate April 2020 bis Juni 2020 müssen bis spätestens 30.Juni 2022 an den Vermieter gezahlt werden. Macht der Mieter das nicht, darf der Vermieter ab  01.07.2022 wegen dieser offenen Mieten kündigen.

Wegen Schulden, die vor April 2020 entstanden sind oder aus anderen Kündigungsgründen (z. Bsp. Eigenbedarf oder Fehlverhalten des Mieters), darf der Vermieter auch weiterhin kündigen.

Da es bei der Zahlungspflicht der Miete bleibt, ist der Vermieter auch berechtigt auf die offenen Mieten Verzugszinsen zu verlangen.   

Viele Vermieter finanzieren mit der Miete den Kredit des Hauskaufs. Zahlt der Mieter die Miete nicht, fehlt dem Vermieter der Kreditbetrag. Wenn der Vermieter diesen Kreditvertrag als Verbraucher vor dem 15.März 2020 abgeschlossen hat, kann auch er die Raten von April 2020 – Juni 2020 später zahlen. Dies geht natürlich nur, wenn die Nichtzahlung der Raten auf die Corona-Krise zurückzuführen ist.

Es empfiehlt sich im schriftlichen Kontakt zu bleiben und gemeinsam Lösungen zu finden, mit denen alle Seiten zufrieden sind.

 

ACHTUNG ABZOCKE ! – Datenschutzauskunfstzentrale (DAZ)

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ab 25.05.2018

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Rechtsanwältin Andrea Weiß