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 ACHTUNG ABZOCKE ! – Datenschutzauskunftzentrale (DAZ)

Erfassung Gewerbebetrieb zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO

 

Eine neue Variante der Abzocke von Unternehmen treibt ihr Unwesen.

 

Einige Gewerbetreibende und Unternehmen kennen vielleicht noch die Schreiben der Gewerberegisterzentrale. Ein Fax ging in der Firma ein. Es sah sehr förmlich aus und erweckte den Eindruck, dass es von einer Behörde kam. Man sollte nur die Unternehmensangaben kontrollieren und gegebenenfalls ergänzen und schnellstmöglich das Schreiben unterzeichnet zurück senden. Dann passierte erst einmal nichts und nach ca. 2 - 3 Wochen erhielt man plötzlich eine Rechnung von der Gewerberegisterzentrale. Erst dann schaute man sich das Formular genauer an und musste feststellen, dass im Kleingedruckten ein Eintrag in einem Gewerberegister „gekauft“ wurde. Auch wenn einige Gerichte diese Verträge für unwirksam erklärt haben, gab es sicherlich genügend Unternehmen, die die Rechnung bezahlt haben.

 

Mit einer ähnlichen Masche versucht nun die DAZ Zentrale Postverteilstelle Verträge abzuschließen. Es wird ein Fax versandt. In diesem wird eindrucksvoll beschrieben, dass man nach der seit dem 25.05.2018 geltenden Datenschutzgrundverordnung zwingend gewisse Pflichten einzuhalten habe. Damit das Unternehmen diese Pflichten erfüllt und Aufsichtsmaßnahmen der Behörden vermeidet sollte man die Angaben auf dem Schreiben ergänzen und schnellstmöglich unterschrieben zurück senden.   

Auch hier ist das gesamte Schriftstück so aufgebaut, dass es den Eindruck erweckt, dass es von einer Behörde kommt und man nur die Pflichtangaben überprüfen und ergänzen müsse. Alles muss natürlich sehr schnell gehen. Eine Frist wird auch gesetzt.

Erst wenn man das gesamte Formular genau bis zu Ende liest entdeckt man im Kleingedruckten, dass man einen Basisdatenschutz für 3 Jahre zu jährlich 498,00 € netto kauft. In dem Paket seien Formulare und Unterlagen zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung enthalten.

 

Sollten Sie ein derartiges Schriftstück erhalten, lesen Sie es bitte komplett durch. Unterschreiben Sie nichts und  füllen Sie nichts aus, außer Sie wollen tatsächlich den Basisschutz kaufen.

 

Sollten Sie ein derartiges Schriftstück bereits ausgefüllt und unterschrieben zurück gesandt haben, schicken Sie an den Absender schriftlich ein Widerrufsschreiben  und erklären auch die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung. Den Brief versenden Sie zum Nachweis des Zugangs mit einem Einschreiben.

 

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ab 25.05.2018

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© Rechtsanwältin Andrea Weiß